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DIE ETHNOGRAPHISCHE STUDIENSAMMLUNG

Wie kann man den Zugang zu einem Museumsgegenstand zur Besichtigung und Untersuchung so sichern, dass dies nicht zur Beschädigung des Objekts führt? Es ist keine kleine Herausförderung, da wir als praktizierende Museologe jeden Tag mit dem Schaden an einem Objekt konfrontiert sind, das bei einer temporären Wanderausstellung 8-10 Mal ausgestellt wird. Ein weiteres Problem ist, wenn ein Gegenstand 20-30 Jahre lang Teil einer ständigen Ausstellung ist, oft unter nicht idealen klimatischen und Lichtverhältnissen.

Die Vorgeschichte der Studiensammlungen beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Museumsausstellungen dienten gleichzeitig als Aufbewahrungsorte der Objekte. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war das die typische Ausstellungsweise.

In der museologischen Praxis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch wurden die Ausstellungen und die Museumslager getrennt. Endresultat ist die –heute als Gemeinplatz bekannte - Tatsache, dass für das Publikum bloß 5 % des gesamten Museumsbestandes der Welt zugänglich ist. Unser Ziel war mit der Errichtung der Studiensammlung an diesem Verhältnis zu ändern.

Die Ethnographische Studiensammlung ist ein besonderes Lager, das den Objekten eine ideale Unterbringung bietet. Gleichzeitig funktioniert sie als Ausstellung, aber nicht in der herkömmlichen Form, sondern so, dass eine strukturierte Erscheinung der Objekte gewährleistet wird. Die dritte Besonderheit ist, dass diese in Ungarn einzigartige Museumsunternehmung den digitalen Zugang zu Informationen über die einzelnen Stücke der Sammlung ermöglicht.

In unserem Direktionsgebäude kann die Ethnographische Studiensammlung ab 26. August 2003 besucht werden. Das Ausstellungslager auf 2000 m2ist mit moderner Technik ausgestattet. Hier sind etwa 3000 ethnographische Objekte – mehrheitlich Möbel, Keramik, Haushaltsgeräte, Gusseisenöfen und Sparherde ausgestellt. Das Einrichtungskonzept bestimmte grundsätzlich eine Anordnung je nach Thema und Objekttyp, sowie je nach Material der Gegenstände.

Die Fachleute und das interessierte Fachpublikum können die Objekte der Lagerausstellung nicht nur an Ort und Stelle studieren, sondern die Sammlung ist in eine Datei geordnet, mit digitalen Fotos ergänzt auf der Webseite des Museums www.skanzen.hu zu finden.

Tipp

Wählen Sie einen schönen oder interessanten Gegenstand. Tippen Sie die daneben stehende Identifikationsnummer (Inventarnummer des Museums) ins entsprechende Suchfeld der Ethnographischen Studiensammlung im Computer im Ausstellungsraum. Sie erfahren sofort, wo, wann und aus welchem Material der Gegenstand gefertigt wurde und Sie können die Jahreszahl ablesen oder die Dekoration auf dem Objekt studieren. Wenn Sie wissen möchten, was für Objekte aus Ihrem Heimatort stammen, können Sie dies auch schnell herausfinden. Sie können das sogar zu Hause versuchen!

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